Software im Auto

Software bestimmt einen großen Teil unseres Alltags. Meine Kaffeemaschine berechnet für jede Kaffeesorte die ideale Menge und Temperatur des Wassers, die Fahrkartenautomaten der Deutschen Bahn treiben jeden Tag hunderte Menschen in den Wahnsinn, und spätestens seit dem VW-Abgasskandal wissen wir, dass auch in Autos schon längst der Computer das Steuer übernommen hat.

Ich bin vor einigen Tagen einen neuen Polo gefahren. Ein schickes Auto. Er hat einigermaßen Zug unter der Haube, fährt sich recht spaßig. Wie sich für einen standesgemäßen Nerd gehört habe ich mich auch gleich mit der Bordelektronik beschäftigt. Da gibt es Anschlüsse für Aux und USB, es gibt Diagramme die den Verbrauch und die verbleibende Reichweite anzeigen, vor allem aber gibt es eine Bluetooth-Schnittstelle. Frei nach Sheldon Cooper: Alles ist viel besser mit Bluetooth. Weil ich gerade auf der Schnellstraße unterwegs war hab ich es mir verkniffen gleich das Handy aus der Tasche zu ziehen und stattdessen bis zum Ziel gewartet, und vorschriftsmäßig den Motor abgestellt:

StVO §23 (1a): Wer ein Fahrzeug führt, darf ein Mobil- oder Autotelefon nicht benutzen, wenn hierfür das Mobiltelefon oder der Hörer des Autotelefons aufgenommen oder gehalten werden muss. Dies gilt nicht, wenn das Fahrzeug steht und bei Kraftfahrzeugen der Motor ausgeschaltet ist.

Und hier kommen wir wieder an die Stelle die zeigt, dass Software auch im Jahr 2015 weniger aus Code und ein paar Bugs, sondern aus vielen Bugs, die durch etwas Code zusammengehalten werden besteht. Das Auto meldete nämlich: „Bitte Starten Sie den Motor um das Auto mit dem Mobiltelefon zu koppeln.“

Das Gute ist: Einmal gekoppelt kennen sich Auto und iPhone, so dass die Audioausgabe das nächste mal automatisch auf die Autolautsprecher geht. Aber Quatsch ist das ganze doch irgendwie trotzdem.

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