Spaceteam Admiral’s Club

Eigentlich ist es ja etwas quatschig über Kickstarter-Kampagnen zu schreiben, wenn die schon wieder beendet wurden. Ich mach es trotzdem, weil ich das Projekt zum einen eine ziemlich gute Idee finde, und zum anderen, weil man natürlich immer Geld für gute Ideen ausgeben kann, und darauf möchte ich gerne noch hinweisen.

Henry Smith ist der Entwickler des großartigen Spiels Spaceteam. Bei dem Spiel geht es darum gemeinsam ein Raumschiff zu steuern. Dazu muss man auf Kommando Schalter und Hebel betätigen. Der Clou: Die Schalter sind über die Geräte der Mitspieler verteilt, ein eintreffender Befehl kann also nicht zwingend von dem ausgeführt werden der ihn erhält, sondern muss eventuell durch den Raum gerufen werden (Hier ist der Trailer). Und eben dieser Henry Smith hat nun eine Kickstarter-Kampagne gestartet um 80.000 CAD (ca. 54.500 €) zu sammeln. Sein Versprechen: Ihr gebt mir das Geld, und ich entwickle im nächsten Jahr zwei neue kostenlose Spiele.

Und das finde ich großartig. Henry hat mit Spaceteam gezeigt, dass er ein Händchen für abgedrehte Spielideen hat. Sein Kapital: Seine Reputation. Natürlich hat er schon kleine Prototypen für die beiden neuen Spiele, die sind aber nicht Teil der Kampagne. Da beim Spiele entwickeln immer mal was anders laufen kann als gedacht zeigt er die bewusst nicht. Die Unterstützer bezahlen nicht für die beiden neuen Spiele, sondern sie bezahlen dafür, dass der Entwickler überhaupt die Möglichkeit hat seine Ideen zu verwirklichen.

Umgekehrt sind natürlich auch die Rewards etwas anders als bei anderen Kampagnen auf Kickstarter. Man bekommt nicht das Spiel zu einem günstigeren Preis. Es ist ja kostenlos. Man bekommt aber, zumindest ab einem gewissen Betrag, exklusive Spielinhalte. Die verändern das Spiel nicht grundlegend, machen aber hoffentlich Spaß. Das erinnert ein wenig an die Pets in WOW und anderen Online-Rollenspielen. Die sind nicht spielentscheidend, machen aber natürlich Spaß.

Außerdem bekommt man in den höheren Stufen noch eine Mitgliedskarte für den Admiral’s Club, einen Aufnäher und natürlich ein Zertifikat (mit Goldprägung, damit man auch weiß, dass es echt ist). Auch das ist natürlich alles Quatsch, aber es zeigt eben doch, was man unterstützt hat.

Unterm Strich finde ich die Idee von Henry super. Er hat gezeigt, dass er was von Spieleentwicklung versteht, dass er gute Ideen hat, und das er sich auch auf die Umsetzung versteht. Wer Geld hat darf ihm gerne welches geben, seine Spiele sind aber grundsätzlich kostenlos, damit eben alle in den Genuss kommen können. Hier trägt also die Gemeinschaft die schwächeren mit, indem eben jeder das gibt was er geben kann.

In meinen Augen ist das eine der Möglichkeiten zur Monetarisierung im Internet. Werbung ist Mist, Paywalls schließen Benutzer aus. Wenn wir ein einfaches Bezahlmodell etablieren können, in das jeder das einzahlt was ihm eben möglich ist, haben wir das Problem mit der sogenannten Kostenloskultur gelöst.

Deshalb biete ich Flattr auf meinen Seiten an. Und das sollte jeder der Inhalte erstellt oder Konsumiert auch tun.

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