Where Every Body Hangs Out

Dass Mode sich über die Jahre und Jahrzehnte immer wieder ändert und neu erfindet ist nichts neues. Dass sich die entsprechenden Puppen mit ändern ist daher logisch, hatte ich aber nie bewusst wahrgenommen.

Ich hoffe, die Räume sind immer gut ausgeleuchtet…

Hallo, Welt

Hallo, Manche Fotos unserer Weltkugel sind bekannter als andere. Artemis II Commander Reid Wiseman hat eines gemacht, das vermutlich eines der bekannteren werden wird.

There are two auroras (top right and bottom left) and zodiacal light (bottom right) is visible as the Earth eclipses the Sun.

NASA/Reid Wiseman

Außerdem ist es eine schöne Fingerübung, um Städte, Inseln, Länder, und Kontinente auf dem Globus wiederzuerkennend.

Das MacBook Neo

Ich schreibe diese Worte über das MacBook Neo auf dem MacBook Neo, und fühle mich ein wenig um mein Geld betrogen. Nicht wegen dem Neo – das ist toll. Ich fühle mich ein wenig betrogen, weil ich quasi keinen Unterschied zu meinem MacBook Pro mit M1 Pro-Chip und 32GB RAM feststellen kann.

Ja klar, ich bin noch in der Honeymoon-Phase. Und auch klar: mein (beruflicher) Alltag besteht darin in Teams und Outlook zu tippen, an Meetings teilzunehmen und Webseiten durch die Gegend zu schubsen – zumindest zu einem gewissen Anteil. Aber: All diese Aufgaben schafft das Gerät mit Bravour.

Sicher habe ich auch genügend Aufgaben, in denen ich mich über den zusätzlichen Speicher freue, oder in denen ich die Rechenkerne im M1 Pro ausreize. Auch sicher: Ich mag schnelle Computer, so wie andere Leute schnelle Autos mögen.

Und dennoch komme ich nicht umhin ehrfürchtig anzuerkennen, wie sehr mich dieses Gerät fasziniert. Nicht, weil es fröhlich alles weg steckt, was ich ihm entgegen geworfen habe. Ich nutze das MacBook Neo auf die gleiche Art wie meine anderen Computer. Während ich das schreibe sind im App Switcher 17 laufende Programme aufgelistet. Mich fasziniert das Gerät vor allem, weil es so anders ist als die Macs die ich bisher in den Händen hatte. Es ist klein und leicht, die Farbe macht Spaß (Zitrus!). Ich mag, dass die Tastatur einen leicht gelben Taint hat. Ich mag, dass die Gummifüße in der Farbe des Rechners daher kommen. Ich mag, dass das Innere der USB-C-Ports (!) in der Farbe des Rechners daher kommen. Ich mag, dass die Ordner auf dem Schreibtisch in der Farbe des Rechners daher kommen, genauso wie die korrigierten Wörter in diesem Text mit dem Zitrus-Ton unterstrichen werden, bevor die Linie sanft ausgeblendet wird.
Das MacBook Neo ist kein perfekter Computer. Ich vermisse die beleuchtete Tastatur, und wenn es draußen hell ist dürfte das Display gerne heller sein.
Aber: Ich habe Freude an dem Gerät. Es ist klein, leicht, und lässt mich jedes mal erfreut lächeln, wenn ich es aus der Tasche ziehe.

Wie gesagt, ich mag schnelle Computer. Das MacBook Neo ist schnell genug, aber nicht schnell. Im Alltag merke ich das vor allem an einer Sache: Bildschirmteilen via Teams. Erstaunlicherweise ist Teams selbst kein Problem, das Programm läuft so gut (oder schlecht), wie auf meinen anderen Computern auch. Wenn ich aber einen Ultrawide-Bildschirm angeschlossen habe und den Bildschirm im Meeting teile merkt man, dass das Gerät an seine Grenzen kommt. Zumindest so wie ich es nutze, mit all den anderen Programmen im Hintergrund. Das Gerät bleibt nutzbar, man merkt aber deutlich, dass alles etwas zäher ist. Fenster bauen sich etwas langsamer auf, der Klick auf eine Schaltfläche braucht ein bis zwei Sekunden, bis auch wirklich eine Reaktion ausgeführt wird.

Allerdings ist das auch der einzige Punkt, der mir nach einer Woche wirklich aufgefallen ist. Ansonsten ist fast schon eine Frechheit, wie gut alles andere funktioniert.
Es funktioniert so gut, dass eine Arbeitsstation bestehend aus MacBook Neo, Bildschirm mit USB-C-Anschluss und einer günstigen Tastatur/Maus-Kombination aus meiner Sicht eine echte Alternative für viele Berufsgruppen bei meinem Arbeitgeber darstellt.

Mein MacBook Neo gehört meinem Arbeitgeber. Die letzte Woche habe ich es deshalb auch (hauptsächlich) für die Arbeit genutzt – wie gesagt, ohne wirkliche Probleme. Privat habe ich derzeit kein wirkliches Bedürfnis für einen Laptop. Daheim steht der Mac Studio, unterwegs nutze ich ein iPad Pro, und mir stehen Laptops zur Verfügung wenn es denn mal wirklich sein muss. Ich hätte auch gerne Zugriff auf etwas mit mehr Power als es das Neo hat. Mehr Pro. Ich schließe nicht ständig zwei Projektoren an, aber es ist schon vorgekommen. Ich rendere nicht ständig Final Cut-Projekte auf dem Rücksitz eines Autos, aber es ist schon vorgekommen. Für mich ist das Neo nicht der einzige Computer. Aber ich kenne eine Menge Leute für die es das sein könnte. Ich habe gerade kein MacBook Neo-förmiges Loch in meiner Computing-Welt. Aber ich hätte echt gerne eines.

Industriepartei CDU schlägt wieder zu

Offenbar sind die Geschenkkörbe der Lebensmittelindustrie größer als die aus dem Silicon Valley. Anders kann ich mir nicht erklären, weshalb der CDU-Bundesparteitag ein Social Media-Verbot für Kinder fordert (obwohl alle Fachverbände dagegen sind), gleichzeitig aber keine Steuer auf zuckerhaltige Lebensmittel unterstützt (obwohl alle Fachverbände dafür sind).
Beide Entscheidungen sind falsch, verschieben die Verantwortung von den Produzenten zu den Verbrauchern (Eltern), und sind nicht in der Lage, die eigentlichen Probleme anzugehen.

Bonus-Lacher: Wenn die CDU sagt, sie sei keine Verbotsparte, weil die SPD ja auch für ein Verbot sei, bedeutet das nur, dass unsere Koalition aus zwei Verbotsparteien besteht, nicht aus keiner.

Einige Gedanken zum (not so) Slim Companion

Ich trage jetzt seit einiger Zeit das Companion Slim Alox mit mir rum. Hier sind einige initiale Gedanken zu dem Werkzeug:

  • Das Rot ist dunkler als ich das von den Bildern her erwartet hätte. Es ist kein burgunderrot, aber es kommt mir doch tiefer vor als auf den Fotos im Internet.
  • Der Paketöffner ist wirklich toll. Ich war selber überrascht, wie gut ich damit durch Kartons und Verpackungen komme. Ich bekomme beruflich deutlich mehr Pakete als privat, und ich denke ernsthaft darüber nach, alleine wegen diesem Werkzeug ein zweites Exemplar im Büro zu deponieren.
  • Ich lebe in der Stadt. In meinem Bundesland sind Messer im öffentlichen Personennahverkehr verboten, dazu kommt ein Messerverbot in der Innenstadt in den Abend- und Nachtstunden am Wochenende und vor Feiertagen. Me being me ist meine Tagesplanung aber meistens nicht so weit gediehen, dass ich morgens schon weiß, ob ich an dem Tag noch im ÖPNV lande. Und auch die Abend-Regelung betrifft mich gelegentlich, schon alleine weil mein Arbeitsplatz innerhalb der Verbotszone liegt. Gleichzeitig bin ich kein Freund von komplizierten Verpackungen oder Schlössern an meinen Taschenwerkzeugen. Nicht nur, aber auch weil ich sie gerne in der Hosentasche trage. Die Möglichkeit, das Companion Slim immer in der Tasche haben zu dürfen, auch im ÖPNV, befreit unglaublich davon, morgens schon den Tag durchplanen zu müssen.1
  • Die Messerklinge fehlt kein bisschen. Sicherlich werde ich in eine Situation kommen, in der ich mich ärgere keine Klinge dabei zu haben. Aber bisher kam die nicht.
  • Was schon fehlt ist der Korkenzieher. Allerdings nicht wegen des Korkenziehers, sonder weil darin der Brillen-Schraubenzieher steckt. Das ist in meinen Augen ein Werkzeug, dass man sehr selten benötigt. Aber wenn man es benötigt gibt es auch keine wirkliche Alternative dazu. Die kleinen und feinen Schrauben vertragen sich nunmal nicht mit den größeren Werkzeugen, und ich war überrascht, dass der Anwendungsfall direkt in der ersten Woche aufgetreten ist.

Ich wäre vermutlich sehr für ein Companion ohne Messer zu haben. Das braucht stattdessen auch nichts anderes, man könnte den Platz höchstens mit dem Bithalter aus dem Cybertool füllen.
Ein Kombitool aus Paketöffner, Schere, Flaschenöffner, Korkenzieher und Bithalter würde für mich vermutlich 99% meiner Anwendungsfälle abdecken. Andererseits hätte ich dann ja keinen Grund mehr meine anderen Messer mit mir rum zu tragen. Und das wäre ja auch irgendwie schade.

  1. Der zweite Grund, warum ich solchen Messertaschen nichts abgewinnen kann ist, dass ich selten an zwei Tagen hintereinander mit dem selben Taschenmesser aus dem Haus gehe. Der Großteil meiner Messer hängt bei mir neben der Wohnungstür, so dass ich auf dem Weg nach draußen Schlüssel, Geldbeutel und eben das Messer des Tages greifen kann. Das dann jedes mal kompliziert verpacken zu müssen ist mir persönlich einfach zu doof. Das löst jetzt das Companion (not so) Slim nur begrenzt. Zwar kann es in meine Tasche, aber es ist halt jeden Tag das selbe. Aber, ich habe die Hoffnung, dass hier über die Zeit noch mehr Exemplare dazu kommen. Und dann kann ich auch hier wieder mehr rotieren. ↩︎

Nutze mailto:-Links um Genehmigungsverfahren in OTOBO abzubilden

Es gibt Fälle, in denen in einem Ticket-Tool Genehmigungsprozesse abgebildet werden sollen. Ich nutze beruflich Otobo, das zwar umfangreiche Prozessfunktionen enthält, aber keinen Genehmiungsprozess nach ITIL. Entsprechend muss die genehmigende Person dem Tool als Agent hinzugefügt sein.

Status Quo

Unsere Implementation sieht vor, dass die genehmigende Person eine Mail bekommt, sobald sie etwas zu genehmigen hat, dort auf einen Link klickt, dieser das Ticket im Browser öffnet (Authentifizierung notwendig), und dann dort die Genehmigung oder Ablehnung des Anliegens durchführt.

Während den IT-nahen Abteilungen das (mit einigen Ausnahmen) leichter fällt, sind andere Abteilungen von der Komplexität etwas überwältigt. Vor allem, wenn das Onboarding ins Tool gar nicht oder nur rudimentär erfolgt ist. Dazu kommt, dass nach der Genehmigung im Tool direkt eine Fehlermeldung angezeigt wird, da die Entscheider:innen nach der Freigabe keinen Zugriff mehr auf das Ticket haben, da das ja hinterher von anderen Abteilungen bearbeitet werden soll.

Lösungsansatz: Genehmigung per Mail

Entscheider:innen sollen direkt per Mail aus ihrem Mailprogramm heraus ihre Anfragen genehmigen oder ablehnen können. Das verhindert, dass sie sich in der Oberfläche des Tools anmelden müssen und so bekommen sie auch keine Meldungen über fehlende Berechtigungen.

Implementierung

Um den oben genannten Lösungsansatz umzusetzen sind kaum Anpassungen am Prozess notwendig. Stattdessen werden die Ticket-Benachrichtigungen angepasst und Postmaster-Filter genutzt um DynamicFields entsprechend zu befüllen.

Ticket-Benachrichtigung

Wir senden eine Mail an den Ticket Owner, zum Ereignis NotificationOwnerUpdate. Diese enthält via DynamicFields alle relevanten Informationen die zur Genehmigung notwendig sein sollten, inklusive Name des Bestellers, bestelltes Item, Kostenstelle, Projektnummer, eventuelle weitere Kommentare. Zusätzlich ein Link um das Ticket im Browser zu öffnen, für den Fall, dass weitere Informationen benötigt werden. Herzstück des Prozesses sind aber zwei mailto-Links.

mailto-Links

Wir erstellen zwei mailto-Links, einen zum Genehmigen, einen zum Ablehnen. Beide haben die Ticket-Nummer als OTOBO-Variable eincodiert (<OTOBO_TICKET_TicketNumber>), und senden an eine Mailadresse des Ticket-Tools. Das ist wichtig, da Otobo sonst die Mail nicht dem richtigen Ticket zuordnen kann. Je nach Implementierung ist es sinnvoll dafür eine separate Adresse zu nutzen, mit Postmaster-Filtern kann darauf nochmal separat geprüft werden.

mailto:otobo@example.com?subject=%5BTicket%23%3COTOBO_TICKET_TicketNumber%3E%5D%20Anforderung%20genehmigen
mailto:otobo@example.com?subject=%5BTicket%23%3COTOBO_TICKET_TicketNumber%3E%5D%20Anforderung%20ablehnen

Ich nutze zum Erstellen der Links https://mailtolink.me. In meinen Tests konnte ich die Otobo-Variablen direkt mit ihren spitzen Klammern dort eintragen, Otobo hat den entstandenen Code dann richtig interpretiert.

Ticket-Filter

Passe den Ticket-Filter für dich passend an. Begrenze ihn beispielsweise auf eine bestimmte Queue. Als Trigger nutze ich NotificationOwnerUpdate, da unser Prozess vorsieht, dass der Genehmiger als Ticket-Owner eingesetzt wird.

Postmaster-Filter

Wir nutzen zwei Postmaster-Filter, einen für Genehmigungen, einer für Ablehnungen. In beiden Fällen durchsuchen wir das Mail-Subject, das wir ja mit dem Mailto-Link gesetzt haben. Als Aktion ändert der Filter ein DynamicField auf den Wert Approved oder Denied, je nachdem. Im Prozess kann das Ticket dann entsprechend weiterverarbeitet werden.

Weitere Änderungen

Es empfiehlt sich, an den Standard Ticket-Benachrichtigungen etwas zu drehen, um doppelte Mails zu verhindern. Ich habe für die Queue in der die Tickets auf die Genehmigung warten die TicketOwnerUpdateNotification und Ticket follow-up notification ausgenommen. Alternativ könnte man auch beispielsweise auf eine ActivityID filtern oder bestimmte Personen ausnehmen.

Smooth sailing

Heute zeigte sich mal wieder: Wenn’s läuft, dann läufts. Ich war auf der Strecke München Richtung Stuttgart unterwegs, und zwar im ICE 3neo (ich glaube das erste Mal mit dem Modell, sonst fährt da meistens der ICE 4). Das neue Innenraumdesign ist schick, das ist aber nicht der Punkt. Wir mussten einmal an einer Baustelle auf einen Zug aus der Gegenrichtung warten. Ansonsten war es aber eine butterweiche Fahrt, mit gepflogenen 250km/h auf der Rennstrecke zwischen Ulm und Wendlingen. So macht es halt echt Spaß.

I’ll take two – An A18 Pro MacBook

There was some fuzz on the possibility of a new MacBook, powered by an A18 Pro – the chip inside the current iPhone 16 Pro. And I’m hyped!
When I first saw that rumor, I posted it to one of the group chats I’m in with the caption „Yes please, in yellow.“

Since then my initial enthusiasm has faded, but just a bit. Do I like the likelihood of a Mac without Thunderbolt? No. Do I like the likelihood of a Mac that I cannot connect to my Studio Display? No. But on the other hand, would I love to pair this MacBook with a Mac mini and call it a day? Absolutely.

Since I first read that rumor, I had one thought on the back of my mind: What, if that mysterious computer doesn’t run macOS, but iPadOS instead? I probably wouldn’t bet on it. But I wouldn’t rule it out either. The chip would be plenty powerful. The price point could be interesting for Apple. And: iPadOS 26 with all its changes to window management and cursors would be a perfect fit for a laptop. I know, MacRumors and others claim to have found evidence for identifiers revolving around some Mac-hardware. But…just because the testing devices run macOS, doesn’t mean the shipping product has to, too.

Like I said, I probably wouldn’t bet on it. But, if they ship a laptop running iPadOS I’m claiming „you heard it here first“. Except: You didn’t. Timo already told you so in Bits und so #958. But I swear, I had the same idea 😉