Wenn Hilde Domin das wüsste…

Ich finde ja Battle-Rap eine unglaublich spannende Kulturtechnik. Da stehen Typen in Hoddies und Jogginhose mit Gucci-Gürteln und Louis Vuitton-Täschchen auf der Bühne und tragen sich gegenseitig selbst geschriebene Gedichte vor.
Ja, zugegeben, in den Gedichten geht es häufig darum, dass man was mit der Mutter des anderen hat, dass man den anderen mit der größten Waffe die man findet umlegt, oder dass der andere auch ansonsten ein ziemlich grundsätzlicher Lappen ist.
Und trotzdem, irgendwie ist es total süß anzusehen, wie sich zwei Erwachsene gegenüberstehen, ihre Gedichte auswendig (!) vortragen, und die Zuschauer drumrum stehen und bei den besonders guten Zeilen mit einem lauten Oh! oder Ah! am ausrasten sind. Wenn Hilde Domin das wüsste…

Web-Ads sind außer Kontrolle

Noch was anderes zu dem Merkur-Artikel von eben: Geht mal ohne Ad-Blocker auf die Seite. Gerne auch mal auf dem Handy, aber auch ansonsten ist das ziemlich unerträglich.

Keine Ahnung, warum der Journalismus solche Probleme hat.

Erbschaftssteuer ist wirklich kein Problem

In Bayern wurde allem Anschein nach die größte Summe an Erbschaftssteuer seit Existenz der Bundesrepublik bezahlt. Und, stellt sich raus, die Erben sind trotzdem noch mehrfache Milliardäre.
Es ist jetzt nicht so, dass die nicht versucht haben, das Geld der Gemeinschaft wegzunehmen. Aber: Die Familienstiftung, die das Geld hätte bekommen sollen, wurde nicht rechtzeitig Anerkannt, so dass die Steuer fällig wurde.

Mir ist es völlig unklar, warum wir es uns als Gesellschaft leisten, dass Erbschaften weiterhin über Stiftungen vor der Allgemeinheit versteckt werden.
Macht nen Freibetrag, irgendwas großzügiges. Von mir aus auch 50 Millionen oder so. Aber darüber sollten wir als Gesellschaft aktiv werden. Niemand sollte das Recht haben, ein solches Vermögen der Allgemeinheit vorzuhalten, erst recht nicht, wenn es erst aufgrund der Rahmenbedingungen die diese Allgemeinheit hergestellt hat entstanden ist.

Happy Birthday, 2023 Edition

Im mittlerweile zehnten Jahr gibts hier die Statistik über die Glückwünsche anlässlich meines Geburtstags. Wir gehen ohne weiteres in die Grafik:

Tendenziell sind wir dieses Jahr auf ungefähr dem Niveau von 2021. Spanenderweise war 2021 mein Geburtstag auf einen Donnerstag, also einen Wochentag, gefallen. Unklar aber, ob ich damals frei hatte.

Dieses Jahr gab es deutlich weniger Anrufe als im letzten Jahr. Klingt traurig, ist aber völlig ok für mich. Ich telefoniere nicht gerne, und das ist immer schon etwas, was mir die Tage vorher leichtes Unwohlsein bereitet. Wenn wir das also so beibehalten können wäre mir das recht 🙂

The Watches of The Talk Show Live 2022

As every year since 2012 John Gruber pervormed an on-stage recording of The Talk Show. It’s the ten year anniversary of the show which always has had high class guests: Cabel Sasser kicked it of, the ATP crew followed a bit later. Then, in 2015, John Gruber caught everyone by surprise with his special guest Phil Schiller. Phil was back then Apples VP of Worldwide Marketing and reappeared as a regular guest for the following years.

In 2018 Greg Joswiak, who is better known as Joz, joined the show and was a guest every year since then. In the first year he was accompanied by Mike Rockwell, VP of AR and VR (although the VR is silent), later on the king of dad jokes Craig Federighi joined.

As every year this year was a joy to watch and John Gruber got some interesting bits and pieces out of his guests.

This year one thing caught my attention specifically: The Watches the three wore.

For John Gruber I am pretty sure he is wearing the Midnight Leather Link, in combination with a Space Black Titanium Apple Watch. For the watchface my guess is Utility, without complications except the date.

Craigs Watch ws the first that made me look closer on their wrists. He is waring the Black Unity Braided Solo Loop with what I’d identify as the Graphite Stainless Steel Case. Although he is not using a traditional watchface with hands but what looks like the Siri face. At a glance it could also be the new Modular Duo, which is exclusive to the Series 7, but I am pretty sure the content changes throughout the interview, which also is a indicator for that face. Also; Craig seems like he wants to close his rings, as it is, besides the date, the only complication visible.

Jozes Watch was the difficultest to analyze. Not only has he had the least screentime of the three, but the way he sits during the interview makes it difficult to see his wrist. I couldn’t get a glance onto his watchface, unfortunatly. The watchband although was clearly visible, and I’m convinced it is the Abyss Blue Braided Solo Loop. The case was way harder, I think it actually is the Midnight Aluminum Case. It could be the darker titanium model that John is wearing, but if I had to bet I’d go with the aluminum version. The only time I saw him in person I missed to look at his wrist, I was to surprised to see him. I could only smile at him, and he smiled back. It was a nice encounter.

Also: We learned that Craig likes to build Apps in SwiftUI for fun. Joz watches TV for the same reason.

Thoughts on #WWDC22

This years Dub Dub will be the first I’ll be able to comment pon in a broader way. For the last nearly ten years I worked at Apple, and as you know: We tend to not talk a lot about the company and what’s going on there.
Of course, as a retail employee I didn’t know anything that could have been announced at WWDC. The announcement of Swift or the 2013 Mac Pro were a surprise to me as to everyone outside the company. But, as you know how the company rolls, you at least can make some educated guesses. And some of those were pretty on point 😉

This year is different though. While I could verbalize some predictions, which I will do later in this post, I really am not sure about most of them. And even those I am pretty confident about, I am not that condfident.

With my new focus on enterprise deployment I will most likely keep my eye on this, which also makes the whole week more interesting to me. In previous years my main focus was on the Keynote. Every year I watched some sessions, but more out of couriosity and based on recommendations I found on Twitter. I am a nerd, so I want to get a deeper inside into some underlying technics. This year I’m also a business customer with a fleet of Macs, so I’m definitly more interested in everything that affects me there.

Seeing the folks at the new Developer Center let’s me miss my time at Apple. I was inside Apple Park (yes, there), I sat in the Steve Jobs Theater. All of this seems further away then ever. But I am pretty happy that I finally can participate in the community. That’s something I never really did while I was at Apple. And this is a good thing.

Some predictions

(In no particular order)

  • No Headset
  • Something on that FIDO stuff
  • No outsiders at the rainbow stage
  • Sneak Peak on the Apple Silicon Mac Pro
  • Interactiv iOS Widgets

Introducing Bomberlesmusik

Traditionen und Bräuche sind ein Kulturgut und verdienen als solches eine Betrachtung. Zwar ist lange nicht jeder Brauch erhaltenswert, und so manch eine Tradition sollte besser abgeschafft werden. Dennoch sind sie unbestreitbar Teil unserer Geschichte und sollten daher auch als solcher Erwähnung finden können.

Auftritt Bomberlesmusik!

Das Schwäbische kennt, zumindest in manchen Gefilden und einigen Flecken, das Konzept von Bomberlesmusik. Der geneigte Hörer und Leser mag sie vielleicht bei nicht so genauer Betrachtung einfach als Musik bezeichnen, eventuell dem Genre der Popularmusik zuordnen oder, aufgrund des abgeschlossenen Hochschulstudiums, als U(nterhaltungs)-Musik klassifizieren. Nicht so der Schwabe. Die ihm innewohnende Aufgeschlossenheit gegenüber neuen Eindrücken und kulturellen Errungenschaften macht natürlich auch nicht vor der Musik halt. Gerne lässt er sich auf die Klänge und Bräuche fremder Kulturen ein, und sei es eben nur der Musikgeschmack des Nachwuchses.

Hier kommt dann gerne die Beschreibung Bomberlesmusik zum Einsatz. Musik die sich erdreistet auf Schlagzeug und Rhythmusgitarren zu setzen, Musik die eventuell nicht dem klassischen Bild der E(rnsten)-Musik entspricht.

Die Phrase Bomberlesmusik beinhaltet gleichermaßen den gescheiterten Versuch einer onomatopoetischen Beschreibung der Rhythmen und Klänge eines entsprechenden Musikstückes, sowie ebenso die Verachtung allem gegenüber, was nicht exakt den eigenen Geschmack trifft. Eine Bewertung die nicht auf objektiven Kriterien beruht, sondern einzig und allein dem Gegenüber abspricht ein eigenes Geschmacksurteil zu bilden.

Natürlich beschränkt sich diese Eigenschaft zumeist nicht auf (Bomberles-)Musik, genauso kann ein Urteil über kulinarische Dinge, die Qualität von Fernsehserien und Büchern, aber auch ganzen (fremd klingenden) Sprachen gefällt werden. Ganz nach dem Motto: Was der Bauer nicht kennt, isst er nicht.

Das Kontakttagebuch

Christian Drosten hat vor einer Zeit angeregt, ein Kontakttagebuch zu führen. Jeder sollte abends kurz aufschreiben, mit wem er oder sie sich den Tag über getroffen hat. Das wird im weiteren Verlauf der Pandemie wichtig werden, da sonst die Gesundheitsämter nicht mehr mit der Kontaktverfolgung hinterher kommen werden.

Menschen sind unglaublich schlecht darin sich an etwas zu erinnern. Computer zum Glück nicht. Ich habe daher einen kleinen Kurzbefehl geschrieben, der mit der iOS Kurzbefehle-App funktioniert. Beim Ausführen werden die Kontakte des Tages und die jeweiligen Treffpunkte abgefragt. Zusätzlich gibt es ein Feld für Besonderheiten die nicht mit einem speziellen Kontakt zusammenhängen und der Kurzbefehl liest den Kalender des jeweiligen Tages aus um die Termine anzuhängen. Zum Schluss wird die Corona Warn App gestartet, um auch hier aktuelle Begegnungen zu überprüfen, sofern noch nicht geschehen.

Das fertige Tagebuch liegt bequem im Kurzbefehle-Ordner in eurem iCloud Drive, massenkompatibel als .txt-Datei.

Hier ist der Kurzbefehl. https://www.icloud.com/shortcuts/ff77f59cb22f496aa74193005f7d1d07

Profis richten sich den Kurzbefehl als Automation ein, dann müsst ihr nicht selbst daran denken ihn auszuführen. Ihr wisst schon, Computer sind besser im Sachen merken.

Die verschollene Nummer 23

Ich habe vor etwa einem Jahr, rund um den Start von Herrschaftszeiten, meinen Balkoncast komplett in das Klangkammer-CMS umgezogen. Komplett fragt ihr euch? Nein, eine Episode hat sich meiner umfangreichen Suche entzogen. Leider konnte ich auf keiner Festplatte, auf keinem Backup und in keinem Feed BC#23 wieder finden. Ich hatte noch den Titel und die Shownotes, das Audio war aber weg – bis heute!

Aus anderen, hier nicht wichtigen Gründen, habe ich mich heute wieder in meinen Soundcloud-Account eingeloggt. Und siehe da: Ganz unschuldig sitzt da BC#23, seit acht Jahren unangetastet. Ich habe die Datei runtergeladen und nochmal durch Auphonic gejagt. Erwartet bitte kein Meisterwerk, weder klanglich noch inhaltlich. Aber: Der Balkongast-Feed ist damit wieder vollständig, und enthält alle Folgen die ich darin irgendwann mal veröffentlicht hatte. Und das freut mich schon ein wenig.